Neue Ad-Formate für die neuen iPhone 6 und 6 Plus?

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Wer Produktionspläne für Mobile-Kampagnen kennt, kennt auch das Problem. Viele Publisher haben ihre eigene Formate für Pre-Stitial, Banner, Intersitial etc. Bisher konnten ältere iPhones und iPhones mit Retina Display leicht zusammengefasst werden. Die Pixeldichte war schlicht doppelt in Breite und Höhe, die Werbemittel wurden Skaliert. Mit dem neuen iPhone 6 und 6 Plus ändert sich dies, wie die Übersicht auf Wikipedia zeigt.

Gifs müssen also in zusätzlichen Grössen angeliefert werden. Und auch der Mobile Rectangle als In-Content Ad könnte nach seinem Siegeszug in letzter Zeit auch wieder etwas weniger Populär werden.

Die Lösung in sich selbst skalierenden HTML5 Bannern zu suchen ist meiner Meinung nach gewagt. Das Risiko einer unsauberen Darstellung ist noch nicht wirklich 100%ig behoben. Bleibt also nur, wieder ein paar Formate mehr zu Produzieren, wenn auch HTML5 die klar zu favorisierende Produktionsweise bleibt.

Die guten News sind, dass das iPhone 6 Plus wie viele der immer populärer werdenden Android Phones über Full-HD auflösung verfügt und sich somit die Formate dieser beiden Devices annähern werden.

Fazit: Die Entwicklung bleibt spannend, sowohl für Werbetreibende als auch für Publisher, die ihre Apps und Ad-Formate den neuen Gegebenheiten anpassen müssen.

 

Sind Sie mobile? Was sie bei Ihrem mobilen Webauftritt beachten müssen.

Haben Sie schon eine für mobile Endgeräte optimierte Website? Nein? Dann wird es höchste Zeit sich darum zu kümmern. Denn der Trend zur Internetnutzung über Mobiletelefone und Tablets ist ungebrochen. Einer Studie aus der USA zur Folge stammt bereits 23% der Online Sales aus Mobile Commerce. Wobei sich der Mobile Einkauf im letzten Jahr verdoppelt hat. Und gemäss einer Analyse von Adello ist die Mediennutzung über Mobliles auch in der Schweiz weiterhin start am steigen. Höchste Zeit also, einen mobile tauglichen Webauftritt zu haben. Zumal das Smartphone sehr gerne auch zur Recherche von Informationen genutzt wird.

Aber wie soll das gehen? Was gibt es zu beachten? Braucht Ihr Unternehmen eine App oder eine mobile Webseite? Was muss letztere können? Es gibt sehr viele offene Fragen, die von Fall zu Fall beantwortet werden müssen. Grundsätzlich kann aber ein paar einfachen Regeln gefolgt werden. Weiterlesen

Die Freemium Falle

Im Zeitalter von Social Media ist Freemium ein gängiges und mitweilen auch rentables Geschäftsmodell geworden. Freemium bedeutet, dass ein Web-Dienstleister den Basis-Account gratis offeriert (eben Free), der Prämium-Account (Premium) mit Zusatzfunktionen jedoch eine Gebühr kostet. Die Kombination nennt sich dann eben Freemium.

Typische Freemium Angebote, die jedermann kennt sind z.B. Xing, LinkedIn, Surveymonkey, Dropbox, Zatoo etc. Oft wird dieses Geschäftsmodell auch für Social Media Analytics Software, Filesharing und Open Source Software genutzt. Die Idee dabei ist, dem Nutzer den Premium-Account durch Zusatzfunktionen mit entsprechendem Zusatznutzen schmackhaft zu machen, z.B. mehr Speicherplatz, schnellerer Download, bessere Analysemöglichkeiten, Suchfunktionen etc.

Soweit so gut. Schwierig wird es dann, wenn es um die Verrechnung der Kosten für die Premium-Mitgliedschaft geht. Viele dieser Anbieter erlauben es, aus verschiedenen Preisplänen auszuwählen, mit verschiedenen Umfängen aber auch solche mit verschiedenen Laufzeiten. Was viele Nutzer nicht wissen und was auch nicht ersichtlich ist bei Vertragsabschluss (ausser in den AGBs die niemand liest da 20 Seiten lang), ist, dass sich die Verträge automatisch erneuern. Wer z.B. bei Survey Monkey ein 3 Monats-Plus Account abschliesst, z.B. für eine Umfrage für die Schularbeit, dem wird nach 3 Monaten die nächste Rate automatisch auf die Kreditkarte belastet. Wer dies nicht will, muss, am besten gleich nach Kauf, in seinem Konto den Vertrag gleich wieder Künden.

Nun gibt es auch Freemium Anbieter, die einem möglichst viele Steine in den Weg legen, um den Premium Account zu künden. So z.B. Xing. Nur die Tatsache, dass meine Kreditkarte abgelaufen war, hat überhaupt dazu geführt, dass ich über den Ablauf meines Premium-Account informiert wurde. Als ich dann in meinem Profil die Premium-Mitgliedschaft künden wollte fand ich nichts dergleichen. Totale Fehlanzeige. Unter keinem der Tabs lässt sich etwas finden.

Nur durch Googeln finde ich heraus, dass man dafür das Kontaktformular ausfüllen muss. Zufrieden denke ich, dass meine Premium-Mitgliedschaft damit gekündigt ist. Leider war ich jedoch 3 Tage zu spät. Auf meine Anfrage, wieso ich denn jetzt doch noch eine Rechnung erhalte, wird mir dieser Sachverhalt erklärt und auch gleich klar gemacht, dass keine Ausnahme gemacht wird, inkl. entsprechender Passage in den AGB.

Natürlich kann man jetzt sagen „selber schuld“. Ich finde, der Konsument müsste besser geschützt werden und solche automatischen Vertragsverlängerungen sollten unterbunden sein. Aber eines habe ich gelernt. Solche Verträge immer sofort gleich wieder auf den nächstmöglichen Termin künden, gleich nach Abschluss. Dann geht es nicht vergessen. Und: Man erkennt, wie gut ein Service ist, daran, wie einfach man ihn künden kann.

P.S. Die 90 Euros Premiumgebühr für Xing sind die mickerigen Zusatzfunktionen übrigens nicht wert.

Schweizer Tablet-Besitzer geben 80 CHF für Apps aus in 2011

Die Schweiz gab 2011 massiv mehr für Apps aus als noch 2010. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 der Schweizer Medien (Flashextra August 2012) hervor. Das alleine ist noch nicht überraschend, doch die erhobenen Zahlen sind doch eindrücklich. So sollen die Ausgaben für Apps für Smartphones von 92 Millionen in 2010 auf 131 Millionen in 2011 gestiegen sein, was einem Plus von 42% entspricht. Bei den Tablets (allen voran das iPad) ist das Wachstum mit 400% noch viel beeindruckender, jedoch auf tieferem Niveau, von 9 in 2010 auf 45 Millionen CHF in 2011.

Wirklich spannend wird es jedoch erst, wenn man diese Zahlen mit den Stückzahlen gemäss Weissbuch vergleicht. Dies ist besonders beim jungen Tablet Markt einfach zu bewerkstelligen (vor 2010 gab es noch keine Tablets). Total gibt es demnach in der Schweiz 562’000 Tablet PCs. Bei einem Umsatz von 45 Mio. CHF bedeuted dies, dass 2011 im Schnitt auf jedem Tablet für 80 CHF Apps installiert wurden. Weiterlesen

Studie: Multi-channel shopping in der Schweiz

88% der Schweizer kaufen über mehrere Kanäle ein, so das Resultat einer Studie von PwC zum Multi-channel Shopping Verhalten in der Schweiz. Natürlich ist dies nicht das einzige Resultat der Studie, die bei 1000 Konsumenten durchgeführt wurde. Ich konnte bereits einen  Blick in die Studienresultate werfen. Hier einige Highlights:

  1. Es gibt drei Formen des Einkaufs über mehrere Kanäle:
    a) Verschiedene Einkäufe über verschiedene Kanäle abwickeln, je nach Eignung. Also z.B. Lebensmittel im Laden, Bücher über das Internet kaufen (gesagte 88% tun dies)
    b) Beim gleichen Unternehmen über verschiedene Kanäle einkaufen, z.B. bei Migros über Leshop und im Laden (61% tun dies)
    c) Für einen spezifischen Kauf mehrere Kanäle nutzen bei der Recherche, dem Kauf und dem Erhalt des Gekauften. Anders gesagt: Im Internet die Fernseher vergleichen, im Laden einkaufen und nach Hause liefern lassen. Für Computer recherchieren 81% im Internet (und 44% kaufen dort), ebenso für Bücher, Musik und Videos (und 57% kaufen dort). Weiterlesen

Die 6 Säulen des Social Commerce

Social Commerce – auch Social Shopping genannt – ist hierzulande noch nicht durchgestartet. Doch dies bedeutet nicht, dass sich Detailhändler und Konsumgüterhersteller nicht darüber Gedanken machen sollten. Persönlich bin ich vor allem dem Facebook-Prinzip gegenüber skeptisch eingestellt (siehe „Wieso Social Commerce überbewertet ist„). Nichts desto trotz habe ich bei Brian Solis einen sehr spannenden Artikel zum Thema Social Commerce gelesen: „The 6 Pillars of Social Commerce“ (siehe Grafik). Hier meine freie Übersetung, ergänzt um was dies für E-Commerce bedeutet.

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Onlinewerbung, Mobile-Internet und iPhones legen 2011 weiter zu

In der Schweiz haben 90% der über 14jährigen Zugang zum Internet (gemäss Net-Metrix-Base) und nutzen diesen auch regelmässig. So sind 50% der 15 bis 30 jährigen ausserhalb der Arbeits-/Schulzeit 1-3 Stunden pro Tag im Internet, 23% sogar 3-5 Stunden (Studie von Nestlé und Isopublic). Entsprechend überrascht es nicht, dass im 2011 die Ausgaben für Online Werbung um 15% auf 521 Mio. CHF gestigen ist. Trotzdem ist dies gerade mal 7% des Schweizer Werbemarkts, so im ZipMediaInfo 02/2012. Dementsprechend ist die Diskrepanz wischen Online-Nutzung und Online-Werbung weiterhin ziemlich gross, was für „mutige“ Unternehmen viel Raum bietet, durch verstärkte Online-Werbung mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Noch „mutigere“ können über Mobile-Werbung noch mehr Aufmerksamkeit generieren. Wie die neue Komm-Tech Studie 2012 zeigt, hat die Nutzung des Handy um im Internet zu Surfen seit 2010 um 143% zugenommen. 33% nutzen diese Funktionen. Der Mobile Report von Net-Metrix bestätigt diesen Trend. In der Schweiz sind 2,5 Mio personen mit sogenannten Small Screen Devices (zu SSD gehören internetfähige Mobiltelefone/Smartphones, iPod/PDA/MP3-Player o.ä.) im Internet unterwegs, 1,5 Mio davon (beinahe) täglich. Auch die 400’000 Tablets in der Schweiz werden regelmässig zum Surfen genutzt. 230’000 nutzen diese (fast) täglich fürs Internet.

Unter den genutzten Geräten für den Internetzugang machen die Tablets mit 9% noch wenig aus, jedoch ergab sich ein Plus von 169%. Noch stärker hat nur noch der Zugang über Smartphones zugenommen, +194%. Bei den Handys nutzt jeder 5 Schweizer ein iPhone, das ist ein Plus von 245% gegenüber 2010. Bei den 15 bis 24 jährigen sind es sogar 32% (alle Daten von ZipMediaInfo 3/12)

Was heisst das für Unternehmen? Wer noch kein Digital Marketing Manager hat, sollte dies 2012 definitiv nachholen. Denn wer nur auf TV und Print setzt, verliert ziemlich viel Aufmerksamkeit. Zudem ist es höchste Zeit, sich Gedanken zu Mobile zu machen. Es muss nicht immer gleich ein App sein (denn 54% der Apps generieren keine 1000 Downloads). Unternehmen sollten mit Mobile-Werbung experimentieren, solange der Zug noch nicht ganz abgefahren ist.

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