Social Media Intranet mit Yammer

Schon einmal etwas von Yammer gehört? Yammer ist eine Art Social Media Intranet für Firmen, wie Mashable in einem kürzlichen Post berichtete. Mit Yammer können Firmen ihr eigenes Social Network für all ihre Mitarbeiter gründen, und darauf Neuigkeiten, Fragen und Dokumente mit anderen Angestellten teilen. Ich habe mich schlau gemacht und nachgeschaut, was Yammer sonst noch alles kann. Es ist eine Art erweiterte Microbloging Plattform die auch private Dialoge unter mehreren Mitarbeitern (so wie Facebook Messages), Untergruppen, Profile, Addressbücher aber auch Communities mit Lieferanten und Partnern ausserhalb des Firmennetzwerk ermöglichen.

So gut dies auch klingt, musste ich mich fragen, was der eigentliche Mehrwert für ein Unternehmen ist. Schlussendlich ist es nur ein weiterer Kanal, um Informationen zu verbreiten, meistens Informationen, die einem nicht einmal betreffen. Im (Werbe-)Video, welches von Mashable verlinkt wird, wird gelobt, dass dadurch Erfolgsstories, Kundenfeedbacks uvm. mit den auf der ganzen Welt verteilten Mitarbeitern geteilt werden können. Das ist nobel, doch ich muss mich fragen, wie die Mitarbeiter neben der E-Mailflut auch noch diese zusätzlichen Informationen verarbeiten und vor allem die für sie wichtigen Informationen herausfiltern sollen. Natürlich können Untergruppen gegründet werden, aber ist dies nicht das gleiche, wie einer E-Mailgruppe ein E-Mail zu schicken?

Vielleicht bin ich auch zu kritisch. Die Testimonials von Kunden sind alle sehr gut. Das beste ist sicherlich, dass Yammer im Basic angebot (d.h. ohne Datenmanagement, Admin, Security, Branding etc.) gratis ist, und somit getestet werden kann. Ist man als Unternehmen davon überzeugt, kann zwischen einem Silver und einem Gold Package ausgewählt werden, wobei ersteres 3$ pro Monat und Mitarbeiter, letzteres noch zusätzlich 2$ mehr kostet. Somit verfolg Yammer die Freemium-Strategie, bei der mit Premium-Angeboten auf einen Gratisdienst das Geld verdient wird. Gemäss meinem letzten Post wäre Yammer ein gutes Beispiel, wie mit einer Community als eigentliches Kerngeschäft Geld verdient werden kann.

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