Wieso wir Communities Nutzen (Teil 3 von 3)

Neben ökonomischen und sozialen Nuutzermotive werden Communities auch aus interessebasierten Motiven genutzt. Dazu gehören z.B. Hedonismusmotive. Diese sind intrinsische Beweggründe wie z.B. Spass, intellektuelle Stimulation durch die Aufgabe sowie Stolz auf die vollbrachte Leistung. Wieso die Hedonismusmotive zu den interessenbasierten Motiven gehören ist einfach zu erklären. Die erwähnten intrinsischen Beweggründe sind das Interesse an einer bestimmten Sache. Wer sich nicht für Ferrari interessiert, wird sich auch keiner solchen Community anschliessen. In der Folge möchte ich genauer auf Spass und intellekte Stimulation eingehen.

Spass als Beweggrund lässt isch z.B. bei gemeinsamen Aktivitäten zur Unterhaltung beobachtet. Unterhaltung entsteht dank Entspannung durch Interaktion und Spiel mit anderen. Die stattfindende Interaktion ist dabei nicht da, um Beziehungen einzugehen oder Prestige zu erlangen, sondern um das Spassgefühl erleben zu können. Typische Formen solcher Communities finden sich in der Gamewelt wieder. Die meisten Spiele ermöglichen es heute, online gegen andere Teilnehmer zu spielen. In diesen sogenannten Communites of Fantasy (in meinem Überschneidungsmodell bei den interest focused Communities eingeordnet) kann jedoch mit steigender Teilnahme durchaus auch Status und Prestige entstehen.

Intellekte Stimulation kann durch die gezielte Suche nach Information in Communities erreicht werden. Sie unterscheidet sich von der ökonomisch motivierten Informationssuche (siehe Post) daduch, dass sie nicht das Ziel hat, Informationsasymmetrien zu überwinden, sondern dass das Bedürfnis vorliegt, sich über eine bestimmte Thematik auf dem laufenden zu halten, seine Sichtweise mit der Sichtweise anderer zu vergleichen.

Ein weiteres interessenbasierten Nutzermotiv kann sich in Communities von starken Marken entwickeln. Dabei geht es um den Ausdruck der Hingabe zur Marke, indem der Community beigetreten wird. Dies ist sicherlich ein Beweggrund vieler facebook Nutzer, „Fan“ einer bestimmten Marke zu weden. Schliesslich hat man ja eigentlich nichts davon, Fan zu sein – ausser vielleicht ein paar Promo-Informationen – ausser eben dem Ausdruck der Zugehörigkeit. Ganz getreu dem Motto, dass das Image der Marke ein wenig auf den Käufer abfärbt bzw. eben den Fan im Fall von facebook.

Diese drei Hautgruppen der Motive, ökonomische, soziale und interessenbasierte, lassen sich nicht immer klar abgrenzen und es gibt auch keinen reinen ökonomischen Nutzer. Je nach dem, was man in seiner Community bietet, steht jedoch das eine oder andere Thema im Vordergrund und entsprechend sollten auch Funktionen integriert werden, die solche Motive unterstützen.

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