Mobile Advertising wächst jährlich 39.3% bis 2014

Mobile Advertising wir von 2010 bis 2014 um durchschnittlich 39.3% pro Jahr wachsen und Wired Advertising um 15.1%. Das die Resultate des ersten Schweizer Entertainment & Media Outlook von PwC. Ein Executive Summary kann auf der Website heruntergeladen werden. In absoluten Zahlen bedeutet dies, das Mobile Advertising von bescheidenen 13 Mio. über fünf Jahre auf 45.6 Mio. wachsen wird. Gleichzeitig soll Wired Advertising von 647.9 Mio. auf 1,16 Mia wachsen. Der grosse Brocken dabei wird mit 727.4 Mio Search Advertising sein. Wenn nicht noch ein Wunder passiert und Bing oder Yahoo eine Aufholjagt hinlegen, wird ein grossteil dieses Kuchens an Google gehen.

Als haupt Wachstumstreiber sehen die Verfasser einerseits die immer schnelleren Festnetzzugänge, andererseits die gleiche Entwicklung im Mobilfunktmarkt und bei letzterem auch noch die immer grössere Verbreitung von Smartphones. Ebenso wird das veränderte Verhalten von Konsumenten aufgrund der immer stärkeren Vertretung der Internetgeneration und die stärkere Akzeptanz von E-Commerce aufgeführt.

Im Bezug auf Seach Advertising gibt die Studie – die überigens auch noch 10 andere E&M Sektoren wie Print-Advertising, TV-Advertising oder Filmed Entertainment untersucht, zudem an, dass die pro Kopfausgaben für Search Advertising in der Schweiz bei 41 CHF liegt, was klar über dem Europäischen Durchschnitt von 25 CHF liegt. Dies obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich in Sachen Onlinewerbung eher hinterher hinkt. Daraus ziehe ich die Schlussfolgerung, dass Unternehmen bereit sind, für eine gute Platzierung bei Google tief in die Tasche zu greifen. Mangels Konkurrenz bei den Suchmaschinen eigentlich eine logische Schlussfolgerung. Wer nicht auf Google wirbt, wird nicht war genommen, was sozusagen zu Bieterwettkämpfen führt. Dies muss sich jedoch auch auszahlen und es ist zu erwarten, dass der ROI, wie in der Studie erwähnt, in den Fokus rücken wird.

In Sachen Mobile Advertising war ich lange Zeit skeptisch, wie dies funktionieren soll. Entgegen z.B. Holland, wo Werbung per SMS durchaus eine gewisse Verbreitung hat und in Marketingkampagnen eingesetzt wird, hat sich in der Schweiz ein solches Modell nie durchgesetzt. Mit der Durchsetzung von Smartphone, allen voran das iPhone, ist für mich jetzt auch klar, welche Formen Mobile-Advertising in Zukunft einnehmen wird. Einerseits wird dies Seach-Advertising sein (wer überigens zur Zeit bei Adwords auf Mobile setzt, kommt günstig weg und mit den besten Keywords), andererseits in der Form von klassischer Werbung beim aufstarten oder benutzen von Apps und natürlich die Apps selber sowie beim normalen Mobile-Browser. Der Vorteil ist die Möglichkeit der Personalisierung. Entgegen einem Computer wird ein Mobiltelefon meistens nur von einer Person benutzt. Newsapps könnten hier aufgrund von Interessenprofilen sehr genaues Targeting der Zielpersonen bieten. D.h., eine Person, welche oft Digital im Tagi-App liest, erhält beim aufstarten Werbung für das neuste Netbook.

Etwas weniger erfreulich ist hingegen die in der Studie aufgezeigte Tendenz, dass die Grossen alles kriegen. Apples iAdd erlaubt es, Werbung in Apps zu schalten. Entgegen dem Pendant im Internet, wo der Betreiber der Website das Geld für die Platzierung erhalten hat, knöpft Apple dem App-Hersteller, ein Teil seiner Einnahmen ab. Dies wird vor allem Medienhäuser stören, die bereits um ihr Überleben kämpfen und nun vom Kuchen noch mehr an Multinationals abgeben muss.

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  1. Heise hat vor ein paar Tagen einen ähnlichen Artikel zu der Umverteilung der Werbung geschrieben. Unter dem Titel „Social Media Marketing im Handel unbedeutend“ stellt der Artikel zwar fest, dass sich die Printmedien „warm anziehen“ müssen, da der Trend auch beim Einzelhandel weg von der klassischen Werunb hin zu anderen Kanälen gehe. Der Artikel spielt jedoch ein Bisschen Ping-Pong, weil danach gleich wieder relativiert wird, dass „Nur knapp 2 Prozent entfallen auf das aktuell gehypte Mobile Marketing und Social Media Marketing. An den Erfolg der Werbung in diesen Bereichen mag der Handel noch nicht so recht glauben.“ Alle diese Annahmen beruhen auf der diesjährigen EHI-Befragung des Handels zu den Marketingbudgets.

    Der vollständige Artikel ist hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Social-Media-Marketing-im-Handel-unbedeutend-1151923.html

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