Social Media zum Dialog? Alles Humbug!

Wir alle haben gelernt, dass Social Media vor allem etwas ist: Dialog. Etwas schockiert war ich deshalb, als ich diese Woche auf NZZ-Online las, dass von den 50 grössten Unternehmen 89% einträge auf ihren Facebook Websites nicht beantworten. Disney, Gucci, McDonalds, Luis Vuiton, American Express und Sony haben User-Comments auf ihren Fansites sogar blockiert. Nicht gerade Web 2.0 Vorbilder. Und nicht gerade, was ein Konsument erwarten würde. Doch was erwarten eigentlich Konsumenten auf einer Facebook-Fansite?

Konsumenten wollen konsumieren

Die Antwort habe ich auf einem anderen Blog gefunden. Das Resultat: Schockierend! Die Konsumenten wollen gar keinen Dialog mit den Unternehmen. Hier sind die top Antworten:

1. 40% wollen Rabatte und Promotionen erhalten

2. 37% wollen gegenüber anderen zeigen, dass sie eine Marke/Firma unterstützen

3. 36% hoffen auf Gratismuster und Coupons (auch bekannt als freebies)

4. 34% wollen über die Aktivitäten der Firma informiert werden

5. 33% wollen Updates bezüglich zukünftigen Produkten

6. 30% wollen Updates und Informationen über zukünftige Ausverkäufe

7. 27% wollen Spass und Unterhaltung haben

8. 25% wollen Zugang zu exklusivem Inhalt erhalten

9. 22% gaben an, dass sie aufgrund einer Empfehlung von jemand anderem dem Unternehmen/der Marke folgen

10. 21% wollen einfach mehr über die Firma lernen

Dialog? Fehlanzeige! Nur gerade 13% wollten direkte Interaktion mit dem Unternehmen. Stattdessen scheinen vor allem Schnäppchenjäger sich auf Facebook zu tümmeln.

Social Media als Werbekanal?

Kann man also Social Media einfach als weiteren Verkaufs- und Werbekanal Nutzen? Wohl kaum. Nimmt man z.B. Coca-Cola: Bei 22 Mio. Fans sind 13% trotzdem 2.86 Mio, die an einem Dialog interessiert sind (Coca-Cola lässt überigens Dialoge zu und antwortet auch). Und Beispiele wie Dell und Kitkat haben gezeigt, dass wer den Dialog ignoriert, der kann ganz schön auf die Schnauze fallen. Zudem vergeben Unternehmen, die nicht am Dialog interessiert sind viele Chancen, ihr Kunden an sich zu binden oder aber auch, von ihren Kunden zu lernen und Produkte dadurch verbessern zu können.

Fazit: Wer den Dialog mit Kunden sucht, wird ihn auch finden und kann davon profitieren. Wer ihn nicht will, scheint zumindest zur Zeit noch damit durchzukommen. Doch sollen sie gewarnt sein: Nicht mitzumachen, schützt nicht vor Kritik.

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