Social Media im Unternehen intern verwenden: Social Collaboration

Über Social Media als Marketing- und Kommunikationsinstrument nach aussen wurde und wird unglaublich viel geschrieben. Doch zur Nutzung im Unternehmen gibt es viel weniger zu lesen. Denn der Nutzen aus Anwendungen von Social Media und Social Networking zur Zusammenarbeit im Unternehmen ist viel schwieriger zu erreichen. Das Grundproblem dabei ist der schon seit Jahren bestehende Informationsüberfluss (Information overload) der im Unternehmen existiert. Einfach einen weiteren Kommunikationskanal hinzuzufügen, ist dabei natürlich nicht die Lösung.

Aber Social Media kann im Unternehmen viel mehr bieten, als nur ein Kommunikationskanal sein. Es kann dazu führen, die Zusammenarbeit zu revolutionieren – zu Social Collaboration führen. PwC hat eine ganze Ausgabe des Technology Forecast, der hierzulande viel zu wenig Beachtung fand, diesem Thema gewidmet. Ich möchte die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammenfassen.

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt (Source PwC)

Was also braucht es, damit Social Technology nicht zu einem weiteren Kanal führt und damit nur ein weiterer Ort ist, den Mitarbeiter auf News überprüfen müssen? Social Technology in ein Unternehmen zu integrieren, ist mehr als die Bereitstellung der IT Infrastruktur. Währen ein paar Aspekte technischen Ursprungs sind, sind viele strategischer oder organisatorischer Natur. Die Möglichkeiten von Social Technology im Unternehmen sind ungleich grösser als ausserhalb, aber weniger klar und langsamer in der Entstehung. Um sie zu nutzen, braucht es eine Veränderung in der Art, wie Arbeiten erledigt werden. Und dies wiederum braucht zuerst die Integration von Social Technology in die Arbeitsprozesse.

Das Problem vieler Social Tools der ersten Generation war, dass sie von den Arbeitsschritten abgekoppelt waren. Sozusagen ein Facebook der Unternehmens. Nur sobald die erste Neugier verflogen ist, ist ein solches Facebook für die Mitarbeiter wenig interessant. Integriert man diese Tools jedoch in die Prozesse, Applikationen, Daten und verbreitet die Nutzerschaft, erfährt Social Technology einen richtigen Schub. Und sie kann die ganze Wirkung entfalten. PwC hält folgende vier Kriterien als die wichtigsten vier fest:

  • Integration mit unternehmenswichtigen Applikationen
  • Organisation und Pflege von Inhalten
  • IT Management Funktionalität zu Einhaltung von Governance und Compliance
  • Social Analysis

Kombiniert man nun diese Faktoren mit dem Beziehungsnetzwerk eines Unternehmens-Facebook entsteht daraus ein „Interest Graph“. Dieser ist ein Netz von Verbindungen zwischen Personen sowie Personen und Dokumenten/Arbeiten. Verknüpft mit den richtigen Algorithmen entstehen sich weiter entwickelnde Interest Graphs, welche schlussendlich erlauben, den für eine Person relevanten Content vom unrelevanten zu trennen. Der Interest Graph bietet also eine Beziehungssicht von allen Inhalten, welcher im Unternehmen generiert wird. Dies hilft enorm bei der Suche nach Inhalten und wäre wie wenn Google weiss, dass ein Artikel zu einem Thema viele +1 erhalten hat und ein anderer weniger. Der mit den vielen +1 ist relevanter. Für ein Unternehmen ist das enorm wichtig – und deshalb auch der Hauptnutzen von Social Technology für ein Unternehmen.

Mit den heute zur Verfügung stehenden Social Tools können Unternehmen beginnen, schlechte, alte Gewohnheiten aus dem E-Mail Zeitalter zu eliminieren und einen Social Information Layer aufzubauen, welcher erlaubt, schneller den relevanten Inhalt zu finden, und damit den Infromationsüberfluss reduziert. Einziger Wermutstropfen: Von Heute auf Morgen wird sich dies nach 20 Jahren E-Mail nicht ändern.

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