Sind Sie mobile? Was sie bei Ihrem mobilen Webauftritt beachten müssen.

Haben Sie schon eine für mobile Endgeräte optimierte Website? Nein? Dann wird es höchste Zeit sich darum zu kümmern. Denn der Trend zur Internetnutzung über Mobiletelefone und Tablets ist ungebrochen. Einer Studie aus der USA zur Folge stammt bereits 23% der Online Sales aus Mobile Commerce. Wobei sich der Mobile Einkauf im letzten Jahr verdoppelt hat. Und gemäss einer Analyse von Adello ist die Mediennutzung über Mobliles auch in der Schweiz weiterhin start am steigen. Höchste Zeit also, einen mobile tauglichen Webauftritt zu haben. Zumal das Smartphone sehr gerne auch zur Recherche von Informationen genutzt wird.

Aber wie soll das gehen? Was gibt es zu beachten? Braucht Ihr Unternehmen eine App oder eine mobile Webseite? Was muss letztere können? Es gibt sehr viele offene Fragen, die von Fall zu Fall beantwortet werden müssen. Grundsätzlich kann aber ein paar einfachen Regeln gefolgt werden.

App vs. Mobileseite
Eine App unterstützt den Zugang zu bestimmten Funktionen eines Mobiltelefon besser als eine Mobile Webseite, auch wenn HTML 5 dies für mobile Webseiten verbessert hat. Und eine App verbessert die Darstellung auf den immer Zahlreicher werdenden Endgeräten. Aber eine App ist nicht sofort Zugänglich für einen Nutzer. Er muss zuerst in den App Store, diese Herunterladen und diese dann auch noch starten. Einige argumentieren, dass eine App regelmässiger besucht würde als eine Webseite, weil die dem Nutzer, wenn mal geladen, einfacher zugäglich ist, als sich an eine URL zu erinnern. Gemäss Mashable ist der Schnitt der installierten Apps  in der Schweiz jedoch beinahe 40 pro Endgerät (womit die Schweizer zu den Spitzenreitern gehören). Somit verschwinden Apps schnell auf Seite 3 oder 4 oder in Unterordner, wo sie auch gern vergessen werden.

Entsprechend ist eine Mobile Seite fast genau so zugänglich. Sollten Sie sich jedoch aus guten Gründen für eine App entscheiden, denken Sie daran, dass es nicht nur Apple gibt. Im Gegenteil: Android wird auch in der Schweiz immer häufiger genutzt und wird Apple wohl bald auch hierzulande vom 1. Platz verdrängen. Sie brauchen also mindestens zwei Apps, die Sie auch laufend updaten müssen. Leider ist dies auch ein weiterer App Schwachpunkt. Ein Update auf der Mobile-Seite wird beim nächsten Besuch sofort sichtbar, ein App Update muss erst wieder heruntergeladen und installiert werden. Bei einem kritischen Fehler kann dies duchaus sich negativ auf Ihren Erfolg auswirken.

Mobile Site Lösungen
Entscheiden Sie sich für eine Mobile Seite Lösung gibt es wiederum einige Punkte, die Sie beachten müssen. Auch hier stehen wieder eine Vielzahl von möglichen Lösungen an. Wichtige Punkte, die es zu beachten gibt sind dabei folgende:

  1. Nutzen Sie einen Switch auf ihrer bestehenden URL, nicht eine neue URL. Diesen Switch können Sie dann so programmieren, dass je nach Usability ihrer Desktop Seite die Mobile-Version nur auf Smartphones, nicht aber auf Tablets angezeigt wird. Tablets haben zwar vollwertige Bildschirme, aber schwierige Navigationen oder Mouseover-Funktionen erschweren eine Nutzung auf Tablets. Dann ist man besser beraten, die Mobile-Webseite auf den Tablests anzuzeigen.
  2. Nutzen Sie eine adaptive Technologie, welche die Bilder und Texte auf die Grösse des Endgeräts skaliert. Es gibt mitlerweile so viele verschiedene Geräte mit unterschiedlicher Auflösung, dass eine fixe Grösse, die für alle geht, sich nicht mehr finden lässt.
  3. Verzichten Sie auf Flash und andere ressourcenintensive Anwendungen: Auch wenn Android Smartphones Flash unterstützen können, grundsätzlich ist Flash auch bei diesen Geräten standardmässig abgeschaltet. Haben Sie ressourcen- und datenintensive Anwendungen, weisen Sie ihren Nutzer darauf hin, nicht dass er am Monatsende eine Böse Überraschung hat.
  4. Im Zusammenhang mit Punkt 3 gibt es auch noch folgnedes zu beachten: Der Nutzer ist Unterwegs, die Internetverbindung wohl eher langsam, auch wenn 4G Technologien diesen Punkt entschärfen. Entsprechend sollten Bilder und Videos speziell für Mobile Geräte optimiert sein um die Ladezeit zu optimieren. Muss der Nutzer lange warten, ist er schnell wieder von der Webseite weg.
  5. Auf Mobilen geräten liest es sich nicht sehr gut. Halten Sie ihre Texte kurz, beschränken Sie sich auf das wichtigste und verwenden Sie nicht einfach die gleichen Texte wir für den Desktop. Ebenso ist eine grössere Schrift empfehlenswert, damit der Nutzer nicht noch zoomen muss, um den Text lesen zu können.
  6. Die Seite wird mit den Fingern bedient. Entsprechend sollten Links in Buttons integriert sein und nicht in Text, den man nur schwehr oder durch Zoom treffen kann.
  7. HTML 5 ist absolute Pflicht für die Programmierung von Mobile-Webseiten. Nur so können sie Funktionen des Mobilegerätes verwenden, wie z.B. GPS für den Store-Locator.
  8. Webtracking ist auch auf der mobilen Webseite Pflicht, damit Sie wissen, welche Seiten aufgerufen und genutzt werden und welche nicht. Nur so haben Sie zuverlässige Daten, um Ihre Mobile-Präsenz laufend optimieren zu können.

Schwierig wird es bei der Frage nach dem Content Management System (CMS). Oft erübrigt sich die Frage zwar, weil alte CMS die neuen Technologien nicht richtig unterstützen können und somit ein neues System für die mobile Webseite her muss. Das bedeutet jedoch, dass man zwei Systeme parallel pflegen muss. Grundsätzlich mach dies natürlich wenig Sinn. Da man jedoch nicht einfach die gleichen Inhalte verwenden sollte, fällt so oder so doppelter Pflegeaufwand an. Hier gilt es, eine saubere Kosten-Nutzen Rechnung zu machen, da eine komplette Umstellung der alten Webseite schnell sehr kostspielig werden kann.

Egal wie man sich entscheidet, es ist höchste Zeit auf Mobile umszustellen. Google hat bereits angekündigt, Webseiten die nicht Mobile-Optimiert sind, schlechter in den Suchresultaten zu ranken.

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  1. Wieso im Rahmen des mobile Commerce auch unterschiedliche Kampagnen für Tablets und Smartphones erforderlich sind, könnt ihr hier nachlesen: http://www.treefish.de/blog/mobile-nicht-gleich-mobile

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