Archive for the ‘ Community ’ Category

Neue Ad-Formate für die neuen iPhone 6 und 6 Plus?

Apple-5-

Wer Produktionspläne für Mobile-Kampagnen kennt, kennt auch das Problem. Viele Publisher haben ihre eigene Formate für Pre-Stitial, Banner, Intersitial etc. Bisher konnten ältere iPhones und iPhones mit Retina Display leicht zusammengefasst werden. Die Pixeldichte war schlicht doppelt in Breite und Höhe, die Werbemittel wurden Skaliert. Mit dem neuen iPhone 6 und 6 Plus ändert sich dies, wie die Übersicht auf Wikipedia zeigt.

Gifs müssen also in zusätzlichen Grössen angeliefert werden. Und auch der Mobile Rectangle als In-Content Ad könnte nach seinem Siegeszug in letzter Zeit auch wieder etwas weniger Populär werden.

Die Lösung in sich selbst skalierenden HTML5 Bannern zu suchen ist meiner Meinung nach gewagt. Das Risiko einer unsauberen Darstellung ist noch nicht wirklich 100%ig behoben. Bleibt also nur, wieder ein paar Formate mehr zu Produzieren, wenn auch HTML5 die klar zu favorisierende Produktionsweise bleibt.

Die guten News sind, dass das iPhone 6 Plus wie viele der immer populärer werdenden Android Phones über Full-HD auflösung verfügt und sich somit die Formate dieser beiden Devices annähern werden.

Fazit: Die Entwicklung bleibt spannend, sowohl für Werbetreibende als auch für Publisher, die ihre Apps und Ad-Formate den neuen Gegebenheiten anpassen müssen.

 

Advertisements

Die Freemium Falle

Im Zeitalter von Social Media ist Freemium ein gängiges und mitweilen auch rentables Geschäftsmodell geworden. Freemium bedeutet, dass ein Web-Dienstleister den Basis-Account gratis offeriert (eben Free), der Prämium-Account (Premium) mit Zusatzfunktionen jedoch eine Gebühr kostet. Die Kombination nennt sich dann eben Freemium.

Typische Freemium Angebote, die jedermann kennt sind z.B. Xing, LinkedIn, Surveymonkey, Dropbox, Zatoo etc. Oft wird dieses Geschäftsmodell auch für Social Media Analytics Software, Filesharing und Open Source Software genutzt. Die Idee dabei ist, dem Nutzer den Premium-Account durch Zusatzfunktionen mit entsprechendem Zusatznutzen schmackhaft zu machen, z.B. mehr Speicherplatz, schnellerer Download, bessere Analysemöglichkeiten, Suchfunktionen etc.

Soweit so gut. Schwierig wird es dann, wenn es um die Verrechnung der Kosten für die Premium-Mitgliedschaft geht. Viele dieser Anbieter erlauben es, aus verschiedenen Preisplänen auszuwählen, mit verschiedenen Umfängen aber auch solche mit verschiedenen Laufzeiten. Was viele Nutzer nicht wissen und was auch nicht ersichtlich ist bei Vertragsabschluss (ausser in den AGBs die niemand liest da 20 Seiten lang), ist, dass sich die Verträge automatisch erneuern. Wer z.B. bei Survey Monkey ein 3 Monats-Plus Account abschliesst, z.B. für eine Umfrage für die Schularbeit, dem wird nach 3 Monaten die nächste Rate automatisch auf die Kreditkarte belastet. Wer dies nicht will, muss, am besten gleich nach Kauf, in seinem Konto den Vertrag gleich wieder Künden.

Nun gibt es auch Freemium Anbieter, die einem möglichst viele Steine in den Weg legen, um den Premium Account zu künden. So z.B. Xing. Nur die Tatsache, dass meine Kreditkarte abgelaufen war, hat überhaupt dazu geführt, dass ich über den Ablauf meines Premium-Account informiert wurde. Als ich dann in meinem Profil die Premium-Mitgliedschaft künden wollte fand ich nichts dergleichen. Totale Fehlanzeige. Unter keinem der Tabs lässt sich etwas finden.

Nur durch Googeln finde ich heraus, dass man dafür das Kontaktformular ausfüllen muss. Zufrieden denke ich, dass meine Premium-Mitgliedschaft damit gekündigt ist. Leider war ich jedoch 3 Tage zu spät. Auf meine Anfrage, wieso ich denn jetzt doch noch eine Rechnung erhalte, wird mir dieser Sachverhalt erklärt und auch gleich klar gemacht, dass keine Ausnahme gemacht wird, inkl. entsprechender Passage in den AGB.

Natürlich kann man jetzt sagen „selber schuld“. Ich finde, der Konsument müsste besser geschützt werden und solche automatischen Vertragsverlängerungen sollten unterbunden sein. Aber eines habe ich gelernt. Solche Verträge immer sofort gleich wieder auf den nächstmöglichen Termin künden, gleich nach Abschluss. Dann geht es nicht vergessen. Und: Man erkennt, wie gut ein Service ist, daran, wie einfach man ihn künden kann.

P.S. Die 90 Euros Premiumgebühr für Xing sind die mickerigen Zusatzfunktionen übrigens nicht wert.

Social Media im Unternehen intern verwenden: Social Collaboration

Über Social Media als Marketing- und Kommunikationsinstrument nach aussen wurde und wird unglaublich viel geschrieben. Doch zur Nutzung im Unternehmen gibt es viel weniger zu lesen. Denn der Nutzen aus Anwendungen von Social Media und Social Networking zur Zusammenarbeit im Unternehmen ist viel schwieriger zu erreichen. Das Grundproblem dabei ist der schon seit Jahren bestehende Informationsüberfluss (Information overload) der im Unternehmen existiert. Einfach einen weiteren Kommunikationskanal hinzuzufügen, ist dabei natürlich nicht die Lösung.

Aber Social Media kann im Unternehmen viel mehr bieten, als nur ein Kommunikationskanal sein. Es kann dazu führen, die Zusammenarbeit zu revolutionieren – zu Social Collaboration führen. PwC hat eine ganze Ausgabe des Technology Forecast, der hierzulande viel zu wenig Beachtung fand, diesem Thema gewidmet. Ich möchte die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammenfassen.

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt (Source PwC)

Weiterlesen

Social Media Trends 2011 – ein Rückblick

Nachdem ich zu Beginn dieses Jahres ein Medley der Top 10 Trends für Social Media zusammengestellt habe (Teil 1 Social Media Trends 2011, Teil 2 Social Media Trends 2011) wäre es wohl an der Zeit zu schauen, ob sich diese auch bewahrheitet haben. Die 10 Trends waren:

  1. Mobile: Ist definitiv eingetreten. Fast die hälfte der rund 800 Mio Facebook Nutzer, nämlich 350 Mio besuchen ihren Facebook-Account über das Mobiltelefon (gem. Facebook.com)
  2. Location Bases Services (LBS): Hat noch nicht so richtig abgehoben. Der Primus „Foursquare“ hat zwar 14. Mio Nutzer, diese Zahl ist jedoch nicht so gross, wenn man bedenkt, dass Google+ nach nur 88 Tagen bereits 50. Mio Nutzer hat. Wäre LBS der renner, wären auch die Nutzerzahlen stärker gestiegen. Weiterlesen

Krisenkommunikation in Social Media

In der Werbewoche vom 21.10.11 lässt sich auf Seite 19 ein interessanter Artikel zum Thema Krisenkommunikation in Social Media nachlesen. Der Artikel handelt davon, dass Social Media Praktiker in Zukunft vermehrt Protest Aktionen, sogenannte Shitstorms, gegen Unternehmen erwarten. Als Beispiel wird die Krise von Mammut im Zusammenhang mit dem CO2 Gesetz genannt (siehe Artikel im Tagi). Mammut hat dabei gut reagiert und schnell eingelenkt – zu schnell, wie teilweise Kritiker sagen.

Der Artikel geht darauf ein, dass in Social Media mit vergleichsweise geringem Aufwand bereits ein Impact möglich ist. Es wird jedoch auch relativiert, dass, damiteine richtige Hetz-Kampagne gegen ein Unternehmen entsteht, Beziehungen zu Politikern, Verbänden und Medien nötig seien. Zudem brauche es Multimediale Inhalte wie Videos, die sich viral verbreiten lassen (siehe auch das Beispiel von Kitkat).

Um solche Krisen überwinden zu können, gibt der Artikel drei Tipps:

  1. Im voraus bereits Krisenszenarien planen und durchspielen
  2. Der Social Media Betreuer muss umfassende Befugnisse haben, um schnell reagieren zu können
  3. Kommunikationsverantwortliche sollen bei Entscheiden der Geschäftsleitung involviert sein, um Angriffspunkte erkennen zu können.

Diese drei Faktoren sind jeweils auf der strategischen/taktischen Ebene. Richtigerweise wird erwähnt, dass die sonst zeitnahe, ehrliche und direkte Kommunikation im Krisenfall nicht jederzeit möglich ist.

Prädikat: Lesenswerter Artikel.

Wieso Social Commerce überbewertet ist

Social Commerce ist einer der meist genannten Social Media Trends für das Jahr 2011. Auch ich habe in meinem Artikel „Medley: Top 10 Social Media Trends in 2011″ bereits darüber berichtet. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto weniger denke ich, dass es Bedingungslos funktioniert. Jedoch muss ich erst eine klare Abgrenzung machen, denn einige Konzepte funktionieren ganz klar. So z.B. das Groupon-Prinzip, wo über Social Media genügend Käufer gesucht werden, um einen Rabatt zu erhalten. Ebenso funktioniert schon seit Jahren das Amazon-Prinzip, d.h. dass Rezensionen anderer Kunden die Unsicherheit reduzieren und so den Kauf erleichtern (oder verhindern). Weiterlesen

Google+, ein Erfahrungsbericht

„Google plus der Facebook killer“, „Google+ und hat schon 10 Mio. Mitglieder“, Google+ dies und das. Eines hat Google mit ihrem Plus sicher geschafft, nämlich die Aufmerksamkeit der Social Media Community auf sich zu ziehen. Auch meine Aufmerksamkeit. Ich wage mal zu sagen, dass ich in der Schweiz zu den „Early Adopters“ von Google plus gehöre. Doch was bringt Google+ eigentlich? Wieso soll man als nicht Social Media „Nerd“ dabei sein? Hier ein Erfahrungsbericht aus meinen ersten Wochen bei Google+. Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: