Archive for the ‘ Risiken von Social Media ’ Category

Krisenkommunikation in Social Media

In der Werbewoche vom 21.10.11 lässt sich auf Seite 19 ein interessanter Artikel zum Thema Krisenkommunikation in Social Media nachlesen. Der Artikel handelt davon, dass Social Media Praktiker in Zukunft vermehrt Protest Aktionen, sogenannte Shitstorms, gegen Unternehmen erwarten. Als Beispiel wird die Krise von Mammut im Zusammenhang mit dem CO2 Gesetz genannt (siehe Artikel im Tagi). Mammut hat dabei gut reagiert und schnell eingelenkt – zu schnell, wie teilweise Kritiker sagen.

Der Artikel geht darauf ein, dass in Social Media mit vergleichsweise geringem Aufwand bereits ein Impact möglich ist. Es wird jedoch auch relativiert, dass, damiteine richtige Hetz-Kampagne gegen ein Unternehmen entsteht, Beziehungen zu Politikern, Verbänden und Medien nötig seien. Zudem brauche es Multimediale Inhalte wie Videos, die sich viral verbreiten lassen (siehe auch das Beispiel von Kitkat).

Um solche Krisen überwinden zu können, gibt der Artikel drei Tipps:

  1. Im voraus bereits Krisenszenarien planen und durchspielen
  2. Der Social Media Betreuer muss umfassende Befugnisse haben, um schnell reagieren zu können
  3. Kommunikationsverantwortliche sollen bei Entscheiden der Geschäftsleitung involviert sein, um Angriffspunkte erkennen zu können.

Diese drei Faktoren sind jeweils auf der strategischen/taktischen Ebene. Richtigerweise wird erwähnt, dass die sonst zeitnahe, ehrliche und direkte Kommunikation im Krisenfall nicht jederzeit möglich ist.

Prädikat: Lesenswerter Artikel.

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In 5 Schritten zur Social Media Guideline (Teil 2/2)

In meinem letzten Post habe ich die ersten zwei Schritte auf dem Weg zur Erstellung einer Social Media Guideline aufgezeigt. Die fünf Schritte sind:

Schritt 1: Ausgangslage
Schritt 2: Risiken festlegen
Schritt 3 Vorhandene Policies sichten
Schritt 4: Entscheid Social Media Guideline ja/nein
Schritt 5 Erstellung der Social Media Guideline

In diesem Post nun also die abschliessenden 3 Schritte, und was es zu beachten gilt. Weiterlesen

In 5 Schritten zur Social Media Guideline (Teil 1/2)

Viele Unternehmen haben Mühe damit, eine Social Media Guideline zu erstellen. Was soll da rein? Was nicht? Soll alles bis ins kleinste Detail geregelt werden? Oder soll man am besten gleich alles verbieten, um ja kein Risiko einzugehen? Meiner Meinung nach sollte es eine Guideline sein, also ein Wegbegleiter, der sensibilisiert, nicht regelt. Hier ein paar wichtige Überlegungen, die beim Erstellen einer Social Media Guideline einfliessen sollten. In Teil 1 die ersten zwei der 5 Schritte:

Schritt 1: Ausgangslage
Schritt 2: Risiken festlegen
Schritt 3 Vorhandene Policies sichten
Schritt 4: Entscheid Social Media Guideline ja/nein
Schritt 5 Erstellung der Social Media Guideline Weiterlesen

Die vier grössten Social Media Krisen (4 von 4: Motrin)

4. Montrin

Der Fall Motrin mag in der Schweiz und in Europa wenig bekannt sein, wohl, weil die Kampagne bereits im Keim erstickt wurde. Motrin ist ein Schmerzmittel. Eine Online- und Printkampagne sollte junge Mütter ansprechen, die durch das Tragen ihrer Babys Rücken, Nacken und Schulterschmerzen haben. Der Schuss ging nach hinten raus.

Die Fehler
Der Spot selber (unten das Youtube-Video) hatte sich im Ton vergriffen und das Tragen der Kinder am Körper als „Modeerscheinung“ abgetan, unter welcher die Mütter leiden müssen. Weiterlesen

Wird Facebook zum Spambook?

Die Menge an Spam-Mail nimmt laufend ab, das die gute Nachricht. Kein Wunder, sind doch die Filter immer besser und wurde auch auf gesetzlicher Ebene etwas gemacht. Doch dann habe ich heute morgen ein Tweet von Carl Gerber gelesen, welcher mich aufhorchen liess. In seinem Blog-Eintrag „Porno on Adidas? Are You Proactively Monitoring Your Facebook Page?“ schreibt er, wie es sich bei zwei der drei neusten Post auf der Wall von Adidas‘ Facebook-Seite um Pornos bzw. Werbung für Callgirls handelt. Weiterlesen

Die vier grössten Social Media Krisen (3 von 4: Domino’s Pizza)

3. Domino’s Pizza

Dieser Fall hebt sich von den ersten zwei geschilderten Krisen klar ab. Im Gegenteil zu KitKat und Dell hat Domino im Umgang mit der Krise vieles richtig gemacht. Doch da war es bereits zu spät und die Krise selber in vollem Gang.

Was war passiert? Zwei Angestellt einer US-Filiale fanden es eine super Idee, sich selber zu filmen, wie sie Mozzarella in die Nase stecken, bevor sie diese für Sandwich brauchen. Das davon gemachte Video stellten Sie auf YouTube. Ganz im Sinn eines Viralen effektes begann sich das Video zu verbreiten und auf Twitter und anderen Social Media Kanälen begann eine Diskussion rund um das Video. Weiterlesen

Die vier grössten Social Media Krisen (2 von 4: KitKat)

2. KitKat
Die Aktion von Greenpeace, welche zur Social Media Krise von Kitkat geführt hat, war bisher einzigartig. Vor bald einem Jahr, im März 2010, lancierte Greenpeace ein Video indem ein Büroangestellter beim Verzehr eines vermeidlichen Kitkat gezeigt wird. Statt einem Riegel ist es jedoch ein abgehackter Orang-Utan Finger. Denn, so die Botschaft von Greenpeace: Kitkat enthält Palmöl, dieses wird unter anderem in Indonesien produziert. Für die Produktionsflächen wird Regenwald abgeholzt und damit der Lebensraum der Orag-Utan zerstört. Das Video verbreitete sich im Netz in windeseile und schon bald sind erste negative Posts auf der Facebookseite von Kitkat zu lesen. Weiterlesen

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