Social Media im Unternehen intern verwenden: Social Collaboration

Über Social Media als Marketing- und Kommunikationsinstrument nach aussen wurde und wird unglaublich viel geschrieben. Doch zur Nutzung im Unternehmen gibt es viel weniger zu lesen. Denn der Nutzen aus Anwendungen von Social Media und Social Networking zur Zusammenarbeit im Unternehmen ist viel schwieriger zu erreichen. Das Grundproblem dabei ist der schon seit Jahren bestehende Informationsüberfluss (Information overload) der im Unternehmen existiert. Einfach einen weiteren Kommunikationskanal hinzuzufügen, ist dabei natürlich nicht die Lösung.

Aber Social Media kann im Unternehmen viel mehr bieten, als nur ein Kommunikationskanal sein. Es kann dazu führen, die Zusammenarbeit zu revolutionieren – zu Social Collaboration führen. PwC hat eine ganze Ausgabe des Technology Forecast, der hierzulande viel zu wenig Beachtung fand, diesem Thema gewidmet. Ich möchte die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammenfassen.

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt

Wo Social Technology im Unternehmen Mehrwert bringt (Source PwC)

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Bringen Facebook „Likes“ höhere Markenloyalität?

Dieser Frage geht eine Studie von eVoc Insights nach, deren Resultat auf eMarketer vorgestellt wird. Dabei haben 59% der Teilnehmer angegeben, in den letzen 6 Monaten eine Marke „geliked“ zu haben. Die meistgefolgten Facebook-Pages sind dabei die von Food-Marken, TV Shows, Musik, Filmen und Kleider. 54% der Fans gaben dabei an, ein bisschen oder viel eher ein Produkt dieser Marke zu kaufen.

Dem widerspricht eine Untersuchung des Australischen Ehrenberg-Bass Institute wonach nur gerade 1% der Fans mit den Marken interagiert. Und trotz Likes, Comments,  Posts und Shares fand die Untersuchung keinen Hinweis, dass Markenfans eine höhere Loyalität haben.

Es scheint also eine dirkrepanz zu geben zwischen den Gründen, wieso Nutzer Fans werden, und was Unternehmen denken, wieso Nutzer Fans werden. Eine Untersuchung des CMO Councils belegt nämlich einmal mehr, dass 67% Nutzer Fans werden, um exklusive Angebote zu erhalten. Marketeers hingegen glauben, dass sie es tun, weil sie loyale Konsumenten sind.

Die ganze Sache ist also nicht wirklich eindeutig. Marketeers sollten sich deshalb merken, dass der zweitwichtigste Grund die Interaktion mit anderen Konsumenten ist und diesen entsprechend ermöglichen und fördern. Wer weiss, vielleicht steigt dann auch die Loyalität etwas an.

Vier Social Media Trends für 2012

Nach meinem letzjährigen Social Media Medley (Teil 1 Social Media Trends 2011, Teil 2 Social Media Trends 2011) und dem kürzlichen Review, wäre es nun an der Zeit, für 2012 einen ähnlichen Versuch zu starten. Ähnlich, weil ich nicht wie letztes Jahr aus vielen Einträgen die Meistgenannten zusammensuche, sondern meine ganz eigenen Voraussagen wagen möchte.

Am einfachsten wäre es natürlich, die Trends von 2011 aufzunehmen, die noch nicht eingetreten sind. Aber wo wäre da der Spass? Hier deshalb meine 4 Trends für 2012:

  1. Zersplitterung der Social Media Kanäle, d.h. mehr Aufmerksamkeit für kleine Interessen-Communities und
  2. Weniger Aufmerksamkeit für die Grossen wie Facebook & Co.
  3. Normalisierung und Ende des Hype
  4. Social Innovation statt Social Marketing Weiterlesen

Social Media Trends 2011 – ein Rückblick

Nachdem ich zu Beginn dieses Jahres ein Medley der Top 10 Trends für Social Media zusammengestellt habe (Teil 1 Social Media Trends 2011, Teil 2 Social Media Trends 2011) wäre es wohl an der Zeit zu schauen, ob sich diese auch bewahrheitet haben. Die 10 Trends waren:

  1. Mobile: Ist definitiv eingetreten. Fast die hälfte der rund 800 Mio Facebook Nutzer, nämlich 350 Mio besuchen ihren Facebook-Account über das Mobiltelefon (gem. Facebook.com)
  2. Location Bases Services (LBS): Hat noch nicht so richtig abgehoben. Der Primus „Foursquare“ hat zwar 14. Mio Nutzer, diese Zahl ist jedoch nicht so gross, wenn man bedenkt, dass Google+ nach nur 88 Tagen bereits 50. Mio Nutzer hat. Wäre LBS der renner, wären auch die Nutzerzahlen stärker gestiegen. Weiterlesen

Krisenkommunikation in Social Media

In der Werbewoche vom 21.10.11 lässt sich auf Seite 19 ein interessanter Artikel zum Thema Krisenkommunikation in Social Media nachlesen. Der Artikel handelt davon, dass Social Media Praktiker in Zukunft vermehrt Protest Aktionen, sogenannte Shitstorms, gegen Unternehmen erwarten. Als Beispiel wird die Krise von Mammut im Zusammenhang mit dem CO2 Gesetz genannt (siehe Artikel im Tagi). Mammut hat dabei gut reagiert und schnell eingelenkt – zu schnell, wie teilweise Kritiker sagen.

Der Artikel geht darauf ein, dass in Social Media mit vergleichsweise geringem Aufwand bereits ein Impact möglich ist. Es wird jedoch auch relativiert, dass, damiteine richtige Hetz-Kampagne gegen ein Unternehmen entsteht, Beziehungen zu Politikern, Verbänden und Medien nötig seien. Zudem brauche es Multimediale Inhalte wie Videos, die sich viral verbreiten lassen (siehe auch das Beispiel von Kitkat).

Um solche Krisen überwinden zu können, gibt der Artikel drei Tipps:

  1. Im voraus bereits Krisenszenarien planen und durchspielen
  2. Der Social Media Betreuer muss umfassende Befugnisse haben, um schnell reagieren zu können
  3. Kommunikationsverantwortliche sollen bei Entscheiden der Geschäftsleitung involviert sein, um Angriffspunkte erkennen zu können.

Diese drei Faktoren sind jeweils auf der strategischen/taktischen Ebene. Richtigerweise wird erwähnt, dass die sonst zeitnahe, ehrliche und direkte Kommunikation im Krisenfall nicht jederzeit möglich ist.

Prädikat: Lesenswerter Artikel.

In 5 Schritten zur Social Media Guideline (Teil 2/2)

In meinem letzten Post habe ich die ersten zwei Schritte auf dem Weg zur Erstellung einer Social Media Guideline aufgezeigt. Die fünf Schritte sind:

Schritt 1: Ausgangslage
Schritt 2: Risiken festlegen
Schritt 3 Vorhandene Policies sichten
Schritt 4: Entscheid Social Media Guideline ja/nein
Schritt 5 Erstellung der Social Media Guideline

In diesem Post nun also die abschliessenden 3 Schritte, und was es zu beachten gilt. Weiterlesen

In 5 Schritten zur Social Media Guideline (Teil 1/2)

Viele Unternehmen haben Mühe damit, eine Social Media Guideline zu erstellen. Was soll da rein? Was nicht? Soll alles bis ins kleinste Detail geregelt werden? Oder soll man am besten gleich alles verbieten, um ja kein Risiko einzugehen? Meiner Meinung nach sollte es eine Guideline sein, also ein Wegbegleiter, der sensibilisiert, nicht regelt. Hier ein paar wichtige Überlegungen, die beim Erstellen einer Social Media Guideline einfliessen sollten. In Teil 1 die ersten zwei der 5 Schritte:

Schritt 1: Ausgangslage
Schritt 2: Risiken festlegen
Schritt 3 Vorhandene Policies sichten
Schritt 4: Entscheid Social Media Guideline ja/nein
Schritt 5 Erstellung der Social Media Guideline Weiterlesen

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