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Vier Social Media Trends für 2012

Nach meinem letzjährigen Social Media Medley (Teil 1 Social Media Trends 2011, Teil 2 Social Media Trends 2011) und dem kürzlichen Review, wäre es nun an der Zeit, für 2012 einen ähnlichen Versuch zu starten. Ähnlich, weil ich nicht wie letztes Jahr aus vielen Einträgen die Meistgenannten zusammensuche, sondern meine ganz eigenen Voraussagen wagen möchte.

Am einfachsten wäre es natürlich, die Trends von 2011 aufzunehmen, die noch nicht eingetreten sind. Aber wo wäre da der Spass? Hier deshalb meine 4 Trends für 2012:

  1. Zersplitterung der Social Media Kanäle, d.h. mehr Aufmerksamkeit für kleine Interessen-Communities und
  2. Weniger Aufmerksamkeit für die Grossen wie Facebook & Co.
  3. Normalisierung und Ende des Hype
  4. Social Innovation statt Social Marketing Weiterlesen
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Wieso Social Commerce überbewertet ist

Social Commerce ist einer der meist genannten Social Media Trends für das Jahr 2011. Auch ich habe in meinem Artikel „Medley: Top 10 Social Media Trends in 2011″ bereits darüber berichtet. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto weniger denke ich, dass es Bedingungslos funktioniert. Jedoch muss ich erst eine klare Abgrenzung machen, denn einige Konzepte funktionieren ganz klar. So z.B. das Groupon-Prinzip, wo über Social Media genügend Käufer gesucht werden, um einen Rabatt zu erhalten. Ebenso funktioniert schon seit Jahren das Amazon-Prinzip, d.h. dass Rezensionen anderer Kunden die Unsicherheit reduzieren und so den Kauf erleichtern (oder verhindern). Weiterlesen

St. Galler Internettag: Ein Querschnitt

Um eines schon vorne weg zu nehmen: Social Media war natürlich Thema Nummer 1 am St. Galler Internettag. Die Mutigen hatten aus ihren Erfahrungen ein paar Antworten für die Vorsichtigen, aber noch lange nicht alle. Die Fragen waren:

Habt ihr zusätzliches Budget für Social Media? Nein
Woher wird bei internationalen Brands Social Media betreut? Die Schweiz aus Deutschland
Wie viele Personen arbeiten an Social Media? Von 0.5 bis 4
Woher habt ihr die Social Media Spezialisten? Weiterlesen

Sind Sie Dinosaurier und das Internet Ihr Komet? Überlebenstipps für 2011.

Hallo. Ich bin neu hier. Der Web4com-Blog war bisher eine Einmannshow. Nun wurde ich eingeladen, hier mitzuposten. Während beim Poster #1 das Wort Marketing auf der Visitenkarte steht, bin ich, Poster #2 ein PR-Mensch. Seit vielen Kommunikationskonzepten und Budgetplänen ein Berater in einer der erfolgreichsten Agenturen der Schweiz.

Als Berater berate ich Kunden. Beraten hat etwas mit Zukunft zu tun. Das passt zum Jahresende und Jahresanfang, wo die Propheten und Historiker zum Fernglas und Rückspiegel greifen. Auch ich möchte für meinem ersten Post, meine Glaskugel mit Microfasern-Lappen polieren und darüber schreiben, welche guten Vorsätze ich meinem Kunden auferlegen würde. Damit meine Kunden nicht die Dinosaurier sind, die durch den Internet-Komenten ausgerottet werden. Hier also ein paar Überlebenstipps.

1) Aufholen
Amerika und Asien sind der alten Welt ein paar Monate voraus. Was dort schon total normal ist (Social Media als Kundendienst) ist hier noch grossmehrheitlich Science Fiction. Hier müssen wir aufholen. Aufholen heisst aber nicht zwingend mitmachen. Selbst bei der Olympiade bekommen nicht alle Mitläufer ein Diplom und so ist es auch bei den Social Media: Nicht jeder der mitmacht hat automatisch Erfolg. Trotzdem ist es wichtig jetzt zu lernen wie’s funktioniert und Dienste auszuprobieren. Was genau es zu kapieren gibt, ist Thema dieses Blogs. Sie lesen diesen Post, befolgen diesen Vorsatz also bereits. Gratulation. Weiterlesen

Werbewahrnehmung stärker bei Social Networker

Das deutsche Marktforschungsunternehmen Innofact hat kürzlich eine interessante Studie zum Thema Social Networks und Werbewarnehmung veröffentlicht. Daraus können unter anderem folgende Informationen gezogen werden:

85% der 1005 Studienteilnehmer nutzen soziale Netzwerke, wobei es bei den Frauen 87%, bei den Männern 83% sind. Am meisten werden YouTube (70%) und facebook (41%) genutzt. Xing kommt gemäss der Umfrage gerade auf 16% und twitter auf 15%. Dass nur 41% der befragen Facebook nutzen, überrascht auf den ersten Blick. YouTube kann hingegen auch ohne Account (also von sogenannten Lurkern, d.h. Personen, die nur Lesen und Beobachten, ohne aktiv beizutragen) genutzt werden, was für die hohe Verbreitung spricht. Dies zum allgemeinen Teil.

Spannender wird es, wenn zwischen Nutzern von sozialen Netzwerken und nicht Nutzern verglichen wird. So sagt die Studie, dass Nutzer eine Werbung, die ihnen gefällt eher an Freunde weiterempfielt als nicht Nutzer. Nutzer scheinen auch eher Produkte aufgrund von Werbung zu kaufen, als nicht Nuzter. Allgemein scheinen die Nutzer empfänglicher für Werbebotschaften zu sein als nicht Nutzer.

Auch ein Altersvergleich lässt die Studie zu. Prospekte, Tageszeitungen und Kundenzeitschriften werden von den 14-29 jährigen klar tiefer beachtet als von den anderen Altersgruppen, dafür schwingen sie bei Werbung im Fernsehen und in Social Networks obenaus. Aber: Allgemein wir der Werbung im Internet und in Social Networks weniger Geachtung geschenkt als anderen Werbeformen. Vielleicht liegt dies daran, dass Werbung im Internet immer noch zu oft digitale Kopien von Printwerbungen sind und damit die Möglichkeiten des Webs zu wenig nutzen. Vielleicht liegt es jedoch auch am Leseverhalten im Internet, wo nur gesucht wird, was interessiert, und der Rest ausgeblendet wird. Wie wärs mit einer Studie dazu?

Was sind eigentlich (Web) Communities?

Wer eine erfolgreiche Web Community bilden will, muss erst einmal verstehen, welcher Grundgedanke dahinter steckt. Nur dann lässt sich der Internetnutzer richtig abholen und kann auch zum regelmässigen Besuch der Community animiert werden. Nachfolgend deshalb erst einmal ein paar Grundlagen:

„Der ursprüngliche Begriff einer sozialen Community wird einer sozial vernetzten Gruppe von Personen zugeschrieben, die in gegenseitiger Verantwortung durch einen gemeinsamen geographischen Ort des sozialen Austauschs verbunden sind.“ So die Kurzdefinition des Community-Begriffs vor dem Zeitalter des Internets. Durch techniche Entwicklungen rückt der geographische Ort in den Hintergrund, der Transaktionsgedanke, also der Austausch von Ressourcen hingegen in den Vordergrund.

Dies führt dazu, dass heute eine Community als „Soziales Netzwerk von miteinander in kontierlichen Interaktion stehenden, sich beeinflussenden Individuen, die ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln“ definiet wird. Dabei fokussiert die soziale Interaktion auf ein gemeinsames Ziel oder gemeinsame Interessen. Findet diese soziale Interaktion nun im Internet statt, kann man von Web Community sprechen (Synonym auch E-Community, Virtual-Community, Online-Community).

Sobald sich also eine Gruppe von Menschen im Web zu einem bestimmten Thema findet, kann man von Web Communities sprechen. Solche Communities müssen also keinesfalls auf Facebook, auf Unternehmenswebsites oder Xing, LinkedIn etc. entstehen, sondern sie können sich überall entwickeln. Die wohl älteste Form der Communities sind User-Foren, wo sich, schon lange bevor Web 2.0 ein Begriff war, Menschen zu einem Thema fanden und sich dazu austauschten. Sie sind wohl auch heute noch die gängigste und einfachste Form der Community. Andererseits kann sich auch um einen Blog eine Community entwickeln – die Übergänge sind fliessend.

Fancy Brand-Communities (wie z.B. mystarbucksidea oder migipedia ) haben zwar viele Vorteile – darauf werde ich in einem kommenden Beitrag eingehen – sind jedoch keineswegs Voraussetzung für den Aufbau einer Community.

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